Pflegebedürftige schwimmen im Karlsruher Vierordtbad
03-02-2010 von Administrator
Regionale Caritasverbände unterstützen die Caritas-Jahreskampagne „Experten fürs Leben“ und setzen auf selbstbestimmte Teilhabe älterer Menschen
Karlsruhe (cvr). Für vier Senioren aus der Caritas-Pflegeeinrichtung St. Bernhard in Karlsruhe war es ein besonderer Tag. Die Senioren – allesamt über 80 Jahre alt und demenziell verändert – konnten am vergangenen Montag zusammen mit ihren Pflegekräften wieder einen Vormittag im Vierordtbad genießen. „Es bringt den Bewohnern unheimlich viel,“ erklärt Altenpfleger Christian Geißler. „Schon nach dem ersten Termin haben uns die Physiotherapeuten bestätigt, dass die Menschen viel beweglicher sind.“
Das inzwischen regelmäßige Schwimmen ist zwar vom Betreuungsaufwand sehr intensiv, lässt aber die älteren Menschen teilhaben an der Gesellschaft – etwas, das leider für viele Senioren nicht mehr selbstverständlich ist. Aus diesem Grund stellt der Deutsche Caritasverband im zweiten Jahr seiner „Teilhabe Initiative“ die ältere Generation in den Vordergrund. Unter dem Jahresmotto „Experten fürs Leben“ möchte der Verband die Lebenserfahrung, das Wissen und das Können der älteren Menschen hervorheben und nicht die Schwächen und Gebrechen.
Bei einem gemeinsamen Pressegespräch im Vierordtbad stellten die regionalen Caritasverbände aus Baden-Baden, Bruchsal, Ettlingen, Karlsruhe und Rastatt die neue Jahreskampagne vor und luden zum Austausch mit regionalen „Experten“ rund um die Themen Älter werden und Teilhabe an der Gesellschaft ein.
Neben den Geschäftsführern und Vorständen der teilnehmenden Caritasverbände (Jochen Gebele, Albert Wild, Wolfgang Keck, Hans-Gerd Köhler und Norbert Rauscher) berichteten auch Experten der Altenhilfe aus ihren Erfahrungen. Alle betonten die Notwendigkeit, die Fähigkeiten der älteren Generation in die moderne Gesellschaft zu integrieren.
Markus Bentele, Pressesprecher des Caritasverbandes Karlsruhe e. V., präsentierte zusammen mit Peter Bogner, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Karlsruher Caritas, einen Videotrailer in dem die Verantwortlichen der Verbände lebhafte Teilhabe-Beispiele der Region zeigen und ihre Visionen zum Thema benennen (den Trailer kann man unter http://www.youtube.com/watch?v=VQV9v_Udyvc sehen).
„Es müssen Angebote für die Älteren geschaffen werden und wir älteren müssen diese auch annehmen. Wir müssen mitmachen, damit wir noch an der Gesellschaft teilhaben können,“ betonte Gertrud Brückmann, erste Vorsitzende der Altenwerke im Dekanat Bruchsal. Sie berichtete auch über verschiedene Bruchsaler Angebote wie die „Vorlesepaten in der Stadtbibliothek“ oder „Kino-Nachmittage für Ältere“.
Ursula Bohse, pflegende Angehörige aus Baden-Baden, erzählte über ihre Erfahrungen mit ihrer 89-jährigen Mutter. Diese besuche nun regelmäßig eine Tagespflege und erfahre dadurch „viel mehr Lebensqualität“. „Sie ist dadurch mit anderen zusammen und kann auch für die Gemeinschaft etwas tun. Alleine würde sie ja nicht mehr so raus kommen.“
„Die konkrete Umsetzung ist auch unsere Aufgabe,“ betonte Bentele, „wir müssen weg vom Defizit orientierten hin zum Ressourcen orientierten Denken.
Etwas was auch in dem Statement des verhinderten Heimfürsprechers Rudolf Prochaska aus Bretten verlesen wurde. Das Caritas-Jahresthema mache auf das Thema Teilhabe aufmerksam, damit „alle, die zur selbstbestimmten Teilhabe etwas beitragen können, sensibilisiert werden“. Er wünsche sich, „dass in der Pflege älterer Menschen etwas mehr Zeit zur Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen bleibt und wir noch mehr an der hohen Lebenskompetenz von Senioren partizipieren können.“
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter:
http://blog.experten-fuers-leben.de.
Das inzwischen regelmäßige Schwimmen ist zwar vom Betreuungsaufwand sehr intensiv, lässt aber die älteren Menschen teilhaben an der Gesellschaft – etwas, das leider für viele Senioren nicht mehr selbstverständlich ist. Aus diesem Grund stellt der Deutsche Caritasverband im zweiten Jahr seiner „Teilhabe Initiative“ die ältere Generation in den Vordergrund. Unter dem Jahresmotto „Experten fürs Leben“ möchte der Verband die Lebenserfahrung, das Wissen und das Können der älteren Menschen hervorheben und nicht die Schwächen und Gebrechen.
Bei einem gemeinsamen Pressegespräch im Vierordtbad stellten die regionalen Caritasverbände aus Baden-Baden, Bruchsal, Ettlingen, Karlsruhe und Rastatt die neue Jahreskampagne vor und luden zum Austausch mit regionalen „Experten“ rund um die Themen Älter werden und Teilhabe an der Gesellschaft ein.
Neben den Geschäftsführern und Vorständen der teilnehmenden Caritasverbände (Jochen Gebele, Albert Wild, Wolfgang Keck, Hans-Gerd Köhler und Norbert Rauscher) berichteten auch Experten der Altenhilfe aus ihren Erfahrungen. Alle betonten die Notwendigkeit, die Fähigkeiten der älteren Generation in die moderne Gesellschaft zu integrieren.
Markus Bentele, Pressesprecher des Caritasverbandes Karlsruhe e. V., präsentierte zusammen mit Peter Bogner, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Karlsruher Caritas, einen Videotrailer in dem die Verantwortlichen der Verbände lebhafte Teilhabe-Beispiele der Region zeigen und ihre Visionen zum Thema benennen (den Trailer kann man unter http://www.youtube.com/watch?v=VQV9v_Udyvc sehen).
„Es müssen Angebote für die Älteren geschaffen werden und wir älteren müssen diese auch annehmen. Wir müssen mitmachen, damit wir noch an der Gesellschaft teilhaben können,“ betonte Gertrud Brückmann, erste Vorsitzende der Altenwerke im Dekanat Bruchsal. Sie berichtete auch über verschiedene Bruchsaler Angebote wie die „Vorlesepaten in der Stadtbibliothek“ oder „Kino-Nachmittage für Ältere“.
Ursula Bohse, pflegende Angehörige aus Baden-Baden, erzählte über ihre Erfahrungen mit ihrer 89-jährigen Mutter. Diese besuche nun regelmäßig eine Tagespflege und erfahre dadurch „viel mehr Lebensqualität“. „Sie ist dadurch mit anderen zusammen und kann auch für die Gemeinschaft etwas tun. Alleine würde sie ja nicht mehr so raus kommen.“
„Die konkrete Umsetzung ist auch unsere Aufgabe,“ betonte Bentele, „wir müssen weg vom Defizit orientierten hin zum Ressourcen orientierten Denken.
Etwas was auch in dem Statement des verhinderten Heimfürsprechers Rudolf Prochaska aus Bretten verlesen wurde. Das Caritas-Jahresthema mache auf das Thema Teilhabe aufmerksam, damit „alle, die zur selbstbestimmten Teilhabe etwas beitragen können, sensibilisiert werden“. Er wünsche sich, „dass in der Pflege älterer Menschen etwas mehr Zeit zur Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen bleibt und wir noch mehr an der hohen Lebenskompetenz von Senioren partizipieren können.“
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter:
http://blog.experten-fuers-leben.de.
