Mitgliederversammlung

01-12-2008 von Administrator

Caritasrat und Vorstand präsentieren ihre Arbeit


Sie finden hier die Rede des Vorstandsvorsitzenden Herrn Alfred Küpper!

1.    Allgemeines, Kommunikation

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

vor einem Jahr durfte ich Ihnen über die Umsetzung der neuen Satzung berichten und über die Akzente, die wir uns in der Vorstandschaft gesetzt haben. Im Vordergrund stand hierbei naturgemäß die Einarbeitung der neuen Vorstandsmitglieder.
Heute sehen Frau Gleichmann und ich diese Phase als abgeschlossen an. Wir fühlen uns mit den wesentlichen Themenstellungen und mit den gegebenen Rahmenbedingungen vertraut. Dies gilt sowohl in fachlicher Hinsicht als auch in Bezug auf die Strukturen und vor allem in Bezug auf die handelnden Personen.
Im erweiterten Vorstand – erweitert um die beiden stellvertretenden Geschäftsführer, Herren Mörmann und Seitz – setzen wir uns in der Regel alle zwei Wochen zusammen. Mit dem Caritasrat stimmen wir uns mindestens einmal im Vierteljahr in gemeinsamen Sitzungen über die Geschäftspolitik ab. In diesem Zusammenhang haben wir u.a. eine neue Geschäftsordnung für Vorstand und Caritasrat verabschiedet.
Die Teilnahme an den Dekanatsversammlungen war auch im zurückliegenden Jahr ein unbedingtes „Muss“, ebenso die Besuche in den Sozialstationen.
Und selbstverständlich waren Vorstand und Geschäftsführung bei den relevanten Tagungen des Diözesan- und des Deutschen Caritasverbandes vertreten.
Erwähnen möchte ich auch, dass die laufende Abstimmung mit den politischen Entscheidungsträgern in Stadt und Landkreis sowie mit den Trägern der Sozial-arbeit und mit den Wohlfahrtsverbänden durchgehend auf der Tagesordnung gestanden hat und weiterhin stehen wird.

2.    Verbandsstrategie

Neben dem eher operativen Tagesgeschäft hat die strategische Ausrichtung unseres Verbandes auch in den vergangenen zwölf Monaten einen zentralen Stellenwert eingenommen. Wir hatten ja Anfang 2007 zunächst in der Vorstands-schaft Eckpunkte für die Weiterentwicklung unserer Verbandsstrategie formuliert. Diese waren und sind die Entwicklung einer Vision, die Teamentwicklung, die Qualität und die Außenwahrnehmung. Hierüber habe ich Ihnen in der letztjährigen Mitgliederversammlung berichtet. Wo stehen wir heute?
Im Zuge der weiteren Konkretisierung haben wir dem Thema „Qualität“ einen herausragenden Stellenwert zugeordnet.
•    Qualität in Bezug auf die Mitarbeiter auf allen Ebenen,
•    Qualität in Bezug auf die Prozesse unserer täglichen Arbeit einschließlich der Kommunikation und Führung – und hieraus resultierend
•    Qualität in Bezug auf die Leistungen, die wir im Caritasverband erbringen.
Um dieses anspruchsvolle Thema anzugehen, haben wir ein Team aus kompe-tenten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus verschiedenen Fachbereichen formiert. Es wird koordiniert von Herrn Rauscher und extern begleitet. Auftrag ist, unsere Qualitätspolitik zu beschreiben und die wesentlichen Prozesse, Qualifikationen und notwendigen Voraussetzungen im Sinne eines Orientierungsrahmens zu erarbeiten. Dabei gilt die Maxime „Qualität ohne Büro-kratie“!
Das Vorhandensein einer nachprüfbaren Qualitätspolitik ist übrigens eine unab-dingbare Voraussetzung, die Zertifizierung nach DIN/ISO 9001 ff. für unsere Dienste und Einrichtungen zu erhalten. Die Zertifizierung ist als Gütesiegel zu verstehen. Sie erfolgt durch ein unabhängiges Prüfinstitut, auditieren wird uns aus heutiger Sicht der TÜV Rheinland. Wir versprechen uns hiervon auf dem Markt sozialer Dienstleistungen Wettbewerbsvorteile und schließlich langfristigen Erfolg für unseren Verband.

3.    Nach den übergreifenden Fragen möchte ich auf einige wesentliche Projekte eingehen:

3.1.    Anfang 2008 haben wir aus wirtschaftlichen Gründen den Betrieb der Alten-tagesstätte in Bühl aufgegeben, allerdings ohne diesen Personenkreis allein zu lassen. Unser Nachbarverband, der Caritasverband Baden-Baden hat die allermeisten Betreuten in seine Tageseinrichtung Steinbach aufgenommen, andere werden in Achern weiter versorgt. Die Bühler Mitarbeiter sind größten-teils übernommen worden, die Räumlichkeiten in der Bühler Mühlenstraße werden anderweitig genutzt.

3.2.    Seit Anfang des Jahres ist unser Verband auch im Internet präsent. In verblüffend kurzer Zeit hat es Herr Rauscher aus eigener Kraft geschafft, den Caritasverband und seine Leistungsangebote in ansprechender Form online zu präsentieren.
Dass sich dieser Aufwand gelohnt hat, beweist die enorm hohe Zahl von bisher rund 1.700 Zugriffen im Monatsdurchschnitt auf unsere Homepage. Schwerpunkt des Interesses sind die Seiten, die unsere Arbeit im Einzelnen vorstellen.

3.3.    Zur Hospiz: In den letzten Wochen konnten wir den seit längerer Zeit fälligen Vertrag mit dem Förderverein Hospiz in trockene Tücher bringen. Damit soll die Zusammenarbeit mit den Sozialstationen längerfristig auf eine rechtliche Grundlage gestellt werden.
Wie Sie sicher wissen, hat der Förderverein Hospiz mit der „Rastatter Nacht‘“ am 18. Oktober d.J. eine sehr Öffentlichkeits-wirksame Veranstaltung in der Badner Halle hier in Rastatt durchgeführt. Erfreulich waren sowohl die hohe Teilnehmerzahl als auch deren erhebliche finanzielle Unterstützung für die Arbeit der Ehrenamtlichen.

3.4.    Ein weiteres aktuelles Thema möchte ich kurz anreißen: die Nachfrage nach Beratung seitens unserer Klienten. Vermehrt rufen Hilfe-Suchende an und müssen sich durch die Telefonzentrale zur Erstberatung weiterleiten lassen. Damit wir schon beim allerersten Kontakt bereits eine kompetente Problem-klärung und möglichst eine erste Beratung leisten können, werden künftig unsere Sozialarbeiter und Sozialpsychologen im Wechsel diese Anrufe direkt entgegennehmen.

3.5.    Einen besonderen Beratungsbedarf schließlich sehen wir in der Problematik „Verschuldung“. Insbesondere Jugendliche erfahren auf diesem Gebiet zu wenig und in der Regel viel zu spät eine entsprechende Beratung. Hier sehen wir erheblichen Handlungsbedarf. Wir arbeiten derzeit an einem Konzept zur präventiven Schuldnerberatung und wollen es in Kürze umsetzen.

4.    Nun zu 2 Personalthemen:

Wie Sie wissen, ist Frau Silke Weißenmayer Ende 2007 aus familiären Gründen aus unseren Diensten ausgeschieden. Wir haben ihre Aufgabengebiete zeitnah wie folgt wiederbesetzen können:

4.1.    die Gemeindecaritas und den Caritas-Sozialdienst mit Frau Evelyn Baumeister, die Ihnen später (unter TOP 7) aus ihrer Arbeit berichten wird - und

4.2.    den Hospizdienst einschl. der Unterstützung des Fördervereins Hospiz mit Frau Ute Ludwigs.
Wir freuen uns, dass wir mit Frau Baumeister und Frau Ludwigs wieder fachlich wie persönlich kompetente Mitarbeiterinnen gewonnen haben.

5.    Kommen wir nun zu finanzwirtschaftlichen Themen,

vorab zu 3 besonderen Sachverhalten.

5.1.    In einer Nachlassangelegenheit ist uns die stolze Summe von ca. 10.000 Euro zugeflossen. Wir danken Frau Böttger posthum dafür, dass sie unsere Arbeit so großzügig mit diesem Kapital unterstützt.

5.2.    Desgleichen freuen wir uns über Zuwendungen der Pfarrgemeinde St. Alexander hier in Rastatt. Herr Pfarrer Dickerhof , Sie und der Stiftungsrat haben uns Mittel in Höhe von 6.500 Euro zugehen lassen. Wir werden diese für die Hospizarbeit, für die Wohnungslosenhilfe und für den vorhin genann-ten Aufbau einer präventiven Schuldnerberatung einsetzen. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank und „Vergelt´s Gott“!

5.3.    „Wo Licht ist, da ist auch Schatten!“ Aus der letzten Mitgliederversammlung hatten wir mitgenommen, diejenigen Mitglieder anzuschreiben, die entgegen ihrer satzungsmäßigen Verpflichtung keinen Beitrag gezahlt haben und sich auch nicht auf andere Weise erbringen.
•    Wir haben 40 Mitglieder angeschrieben und auf diesen Sachverhalt hinge-wiesen,
•    bedauerlicherweise haben 13 Mitglieder ihren Austritt erklärt.
Als ergänzende Information hierzu:
derzeit zählt unser Verband 122 Mitglieder, davon sind 86 institutionelle Mitglieder (z.B. Pfarrgemeinden) und 36 persönliche Mitglieder.

6.    Ein Blick auf die Bilanz 2007:

Dieses Thema ist naturgemäß eine der herausragenden Anforderungen an einen Vorstand!
So freuen wir uns sehr, dass der Caritasrat in der gemeinsamen Sitzung mit dem Vorstand im Juli die Bilanz für 2007 einstimmig genehmigt hat - und den Vorstand ebenso einstimmig entlastet hat.
Wir können wiederum auf ein recht erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2007 zurück-blicken. Hier einige Kenngrößen, die das Ergebnis zusammenfassen sollen:
•    Die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresüberschuss von etwas mehr als 72.000 Euro aus, das ist eine Verbesserung um rund 8.000 Euro gegenüber dem Vorjahr.
•    der Aufwand beläuft sich auf 5,2 Mio. Euro, davon allein 4,1 Mio. für Personal (das sind knapp 80%).
•    Übrigens wurde die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gesam-ten Deutschen Caritasverband mit einer spürbaren Tariferhöhung für 2008 und 2009 honoriert. Für uns als Dienstgeber bedeutet diese eine gewaltige Herausforderung, gleichwohl für die Beschäftigten mehr als eine materielle Anerkennung.
•    Die Bilanzsumme beläuft sich auf insgesamt 4,3 Mio. Euro, der Eigen-kapitalanteil einschl. Rücklagen beträgt rd. 2,5 Mio. Euro. Fachleute bewerten diese Relation als sehr erfreulich und beruhigend zugleich!
Mehr zum Wirtschaftsjahr 2007 wird nun Herr Walter im Bericht des Caritasrates (TOP 5) ausführen.

Verehrte Mitglieder, ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Zurück