Wohnungslosenhilfe
Wohnungslosigkeit ist das Ergebnis eines längerfristigen Verarmungs- und
Ausgrenzungsprozesses. Armut und gesellschaftliche Ausgrenzung und Vereinzelung
sind neue gesellschaftliche und sozialpolitische
Herausforderungen.
Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot stehen in unmittelbarem
Zusammenhang mit der zunehmenden Zahl wohnungsloser Menschen. Der
Wohnungslosigkeit voraus gehen längere Phasen wirtschaftlicher und sozialer
Destabilisierung. Arbeitslosigkeit führt längerfristig zu mangelnder materieller
Absicherung, Verschuldung, sozialem Abstieg und zunehmender Isolation. Der
Mangel an preiswertem Wohnraum führt in dieser Situation viele Betroffene auf
die Straße.
Wohnungslose Menschen sind in allen Lebensbereichen in hohem Maße
unterversorgt und ausgegrenzt. Sie entbehren der wichtigsten Grundlagen für die
Entfaltung des Menschen, wie Wohnung, Arbeit und soziale Beziehungen. Dadurch
haben sie kaum Zugang zu Einrichtungen des Gesundheitswesens, der Bildung, der
Kultur usw. Sie sind weitgehend von politischer Meinungsbildung ausgeschlossen
und haben keine Interessensvertretung. Persönliche Krisen und schädigende
Auswirkungen ihrer speziellen Lebenssituation führen die Betroffenen in die
Ausweglosigkeit.
