Arbeitslos???
„Wenn es allen Arbeitslosen viel zu gut geht, warum wollen dann nicht alle arbeitslos sein?“ Diese provozierende Frage ist Teil einer Kampagne, mit der sich der Deutsche Caritasverband (DCV) engagiert auf die Seite arbeitsloser Menschen stellt.
Bei der Vorstellung der Kampagne in Berlin erinnerte der Präsident des DCV, Peter Neher, an das weit verbreitete Vorurteil in der Bevölkerung, Arbeitslose wollten gar nicht arbeiten. Dabei sei erwiesen, dass sich Arbeitslosigkeit unerträglich belastend auswirke und oft krank mache. Dies gelte auch für die Familien arbeitsloser Menschen.
Die Hauptgruppe der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen liege mit rund 20 Prozent bei Personen ohne Berufsabschluss. Gerade bei jungen Menschen bestehe ein dringender Handlungsbedarf, so Neher. Es dürfe nicht länger hingenommen werden, dass acht Prozent der deutschen und fast 20 Prozent der ausländischen Jugendlichen die Schulen ohne Abschluss verließen. Als einen guten Ansatz bezeichnete er die in Hartz IV festgelegten Angebote für junge Menschen bis 25 Jahren. Er forderte außerdem eine breite Bildungsoffensive, die bereits im Kindergarten beginnen und bis zur beruflichen Qualifizierung für Jugendliche reichen müsse.
„Ein Engagement aus arbeitsmarktpolitischer Verantwortung“ nannte der Generalsekretär des DCV, Georg Cremer, die Schaffung der so genannten Zusatzjobs bei der Caritas. Er warnte davor, Arbeitsgelegenheiten in der aktuellen wirtschaftlichen Situation als Mittel des Ersatzes regulärer Arbeit zu nutzen. Dies „wäre ein Missbrauch und würde das Instrument untergraben“.
Der Caritasverband für den Landkreis Rastatt e.V. engagiert sich mit
Caritas Kids&Co
